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Brasilien feiert 100 Jahre japanische Kultur!

Ja, es ist nicht zu leugnen: auch die japanische Kultur fasste in Brasilien Fuß.
Im Jahr 1908 kamen die ersten Japaner nach Brasilien. Im damaligen Japan hatten sie keine Chance mehr auf ein Stück Land oder ein besseres Leben. Durch die Industrialisierung Japans mussten viele kleine Bauern ihr Land verkaufen, weil sie von ihrer Regierung keine Subvention mehr bekamen und verarmten was für Spannung innerhalb der japanischen Gesellschaft sorgte. Die japanische Regierung bot diesen Bauern die Auswanderung in Länder wie Brasilien als Lösung für ihre Probleme an. Dort sollten sie Land bekommen und arbeiten können.
Warum ausgerechnet Brasilien? Damals herrschte in Brasilien ein großer Mangel an Arbeitskräften und die Großgrundbesitzer von Kaffeeplantagen sahen keine andere Alternativ zur Lösung ihrer Probleme außer durch die Auswanderer. Sie gaben Anzeigen in japanischen Zeitungen auf und die brasilianische Regierung versprach mehr als sie einhalten konnte. Den großen Baronen der Kaffeeplantagen war es egal was die Regierung den Auswanderern versprach, sie hatten sowieso nicht vor das Versprechen der Regierung einzuhalten. Hauptsache sie würden ihre Probleme mit der Ernte und Beförderung der Waren in den Griff bekommen.
Das erste Schiff aus Japan, das Schiff Kasato Maru, kam am 21. Juni 1908 im Hafen von Santos an und brachte circa 800 Japaner nach Brasilien.
Gleich nach der Ankunft wurden die Einwanderer in ein Heim für Einwanderer gebracht und von dort aus wurden sie auf verschiedenen Fazendas verteilt.
Die Arbeitsbedingungen in den Fazendas waren eine Katastrophe: Löhne wurden teilweise nicht ausbezahlt, die Arbeiter mußten fast ohne Pause von morgens bis abends arbeiten, die Lebensbedingungen in den Farmen waren miserabel und die Einwanderer hatten immer Schulden in den Läden den Farmer. Unter solchen Umständen wollten vielen Japaner nicht weiterarbeiten und manche von ihnen ergriffen die Fluch. Einige streikten und machten die kaiserliche Gesellschaft für Einwanderung für die schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen verantwortlich. Manche nahmen sich das Leben, weil sie wußten, dass es kein Zurück mehr gab. Sie wurden sowohl von der eigenen Regierung wie auch von der brasilianischen betrogen!
Die Japaner, die nach Brasilien ausgewandert sind wollten eigentlich zurück in ihr Land, sobald sie ein bißchen mehr Geld verdient hatten. Als Taglöhner in einer Plantage zu arbeiten und dort zu enden war nicht das Ziel. Deswegen suchten viele eine andere Alternative zu ihrer Situation, z.B. als Vorarbeiter in der Kaffeeplantage. Sie pachteten das Land der Farmer auf dem der Kaffee angebaut werden sollte und durften 4 Jahre lang außer Kaffee auch Reis und Bohnen anbauen. Die ersten Ernten konnten sie für sich behalten und bei Ablauf des Vertrags mit dem Farmer bekam der Vorarbeiter für jeden Kaffeebaum, den er angebaut hatte, eine Entlohnung. Mit dieser Arbeitsmethode schafften es die Japaner Geld zu sparen, Äcker zu kaufen und aus dem ehemaligen Siedlern wurden Besitzer!
Von 1908 bis 1924 kamen 34.899 Japaner nach Brasilien. Diese Zahl sollte sich von 1925 bis 1935 auf 141.732 steigern! Warum? Weil die Regierung in Japan die „Verbreitung der japanischen Rasse“ unterstützte! Diese Epoche kann als „die goldene Epoche“ der japanischen Einwanderung nach Brasilien bezeichnet werden. Ihre Arbeitskräfte wurden sowohl in São Paulo wie auch in Paraná erfolgreich eingesetzt, weil sie dort praktisch wie in Japan weiterlebten.
Nur während der Zweiten Weltkriegs mußten die japanischen Siedler plötzlich erleben wie ihr Hab und Gut von der brasilianischen Regierung weggenommen wurde. Dieses wurde erst wieder zurückgegeben als der Krieg im Pazifik endete. Bis dahin mußten die Einwanderer sehr vorsichtig sein um nicht die Bevölkerung gegen sich aufzubringen, was ihnen nicht immer gelang.
Heute ist die japanische Kultur nicht mehr aus Brasilien wegzudenken. Ihre Spuren sind überall in Brasilien zu spüren: von Sushi bis Mangá und Origami.
Text von Cecília Mosca Spatz
Bild von Museu Histórico da Imigracao Japonesa, Sao Paulo
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